Krankenversicherung

(Stand 26.07.2021)

Auf dieser Seite findet Ihr Informationen zum Thema Krankenversicherung und Krankenkasse, die wegen unseres Status’ als Arbeitsnehmerähnliche besonders sind.

Allgemeine Informationen zu Krankenversicherung hat das Gesundheitsministerium hier zusammengestellt.

Privat oder gesetzlich krankenversichert?

Die Mehrheit der 12a-ler:innen im BR sind sozialversicherungspflichtig und damit Angestellten bezüglich der Sozialversicherungen gleichgestellt.

Die Autoren von Großprojekten gelten als Selbständige, unterliegen als Publizisten aber auch zunächst der Versicherungspflicht in der GKV (gesetzlichen Krankenversicherung). Nichtsozialversicherungspflichtige 12a-ler:innen sollten unbedingt Mitglied in der KSK werden.

Private Krankenversicherung

Ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) ist auch für Sozialversicherungspflichtige unter bestimmten Voraussetzungen möglich:

Das Einkommen überschreitet die aktuelle Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze oder JAEG genannt).

2021 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 65.350.- Euro jährlich, bzw. 5.362,50 Euro monatlich.
(Die jeweils gültige Jahresarbeitsentgeltgrenze ist hier nachzulesen.)

Freiwillig gesetzlich versichert

Wer Einkünfte über der Jahresarbeitsentgeltgrenze bezieht, kann in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) freiwillig versichert bleiben.

Abmeldung von der Krankenversicherung

Immer wieder melden sich Kolleg:innen bei der Freienvertretung, weil sie ein Schreiben ihrer Krankenkasse bekommen haben, dass der BR sie abgemeldet hat und aktuell keine Mitgliedschaft in der Krankenversicherung besteht, also auch kein Versicherungsschutz.

Der Grund: Durchgehend bei der Krankenkasse gemeldet ist ein:e Arbeitsnehmerähnliche:r nur, wenn die Lücke zwischen Beschäftigungstagen nicht länger als einen Monat ist. Wie Beschäftigungstage zählen auch bezahlte Urlaubstage oder Tage, für die Fortzahlung im Krankheitsfall geleistet wird.

Gründe für die Abmeldung:

  • Honorare werden nach dem Termin für die Monatsabrechung (in der Regel zwischen dem 20. und 22. eines Monats) angewiesen. Wenn das regelmäßig passiert, kann ein Gespräch mit der Redaktionsleitung und/oder der:m Assistenten:in sinnvoll sein. Oder ein Anruf bei der Krankenkasse, die den Exotenstatus 12a-ler:in oft nicht kennen.
  • Die Lücke zwischen Beschäftigungstagen ist tatsächlich länger als ein Monat: Urlaubstage können die Lücke schließen. Aber Urlaubstage können nicht beliebig lange rückwirkend beantragt werden. Und Samstage und Sonntage können nicht als Urlaubstage eingetragen werden.
  • Beschäftigungslücke aufgrund von Mutterschutz, Elterngeld-Bezug, unbezahlter Urlaub für einen Auslandsaufenthalt etc.: Hier wird’s kompliziert und die Freien sollten sich auf jeden Fall rechtzeitig von ihrer Krankenkasse beraten lassen.
    Für werdende Eltern gibt’s auf den Seiten des Familienministeriums einen ersten Überblick

Wichtig zu wissen: Der Versicherungsschutz endet bereits am Tag nach dem letzten Beschäftigungstag – nicht erst am Ende des Monats ohne weitere Beschäftigungstage.

Der BR hat ein Merkblatt für alle freien Mitarbeiter:innen zum Thema erstellt: Sozialversicherung: Abmeldung Monatsfrist bei der Krankenkasse.